Oft kann ein Blick, ein Lächeln oder eine Berührung

so viel "Ungesagtes" sagen.

Diese Dinge sind so klein und doch so groß,

weil sie einen Menschen glücklich machen können.

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen.

Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen,
wenn du fällst, und dich
aus der Schlinge zu ziehen.

Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.

Wir suchen den Zeitpunkt nicht aus,

zu dem wir die Welt betreten,

aber gestalten können wir sie.

Gioconda Belli

Nichts ist gleichgültig.

Ich bin nicht gleichgültig.

Es bleibt nichts vergessen.

Wir kommen aus Licht und wir gehen in Licht.

Wir sind geliebter, als wir wissen.

Helmut Gollwitzer

Ich komm – weiß nit woher.
Ich geh – weiß nit, wohin.
Mich wundert, dass ich fröhlich bin

Martinus von Biberach 

Ich komm – weiß wohl, woher.
Ich geh – weiß wohl, wohin.
Mich wundert, dass ich traurig bin.

Martin Luther

Wer im Schutz des Höchsten wohnt und ruht im Schatten des Allmächtigen, der sagt zum Herrn:

Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue.

aus Psalm 91

Die Nacht, in der das Fürchten wohnt,
hat auch die Sterne und den Mond

Mascha Kaleko

In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tags
und in ihrer dunklen Erde blüht die Hoffnung

Sybille Fritsch-Oppermann

Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Weite, Herr, erbarme dich.  

Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Stärke, Herr, erbarme dich.  

Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Wärme, Herr, erbarme dich.  

Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Heimat, Herr, erbarme dich.

Eugen Eckert

Was uns begegnet auf unserem Weg –
wir wissen es nicht. 

Wen wir vielleicht treffen
im Fortgang des Lebens, ist noch unbekannt.

Ob der Weg gut weitergeht
oder beschwerlich wird –
auch das kann noch niemand uns sagen.

Nur dass wir jeden Schritt gehen können
mit dem Vertrauen:
der Boden trägt
und der Himmel bleibt offen –
selbst wenn ab und zu Wolken sich zeigen –
das scheint verlässlich.

Drum: gehen wir gelassen weiter
mit dem, was gewiss ist,
und dem, was ungewiss bleibt;
halten immer mal inne und machen Rast,
um wieder Kräfte zu sammeln.

Am Abend wissen wir schon mehr,
als wir in der Frühe wissen konnten.
Und dann dürfen wir hoffen:
morgen ist ein neuer Tag –
unter derselben Sonne,
mit frischer Kraft
und dem Reiz des Unbekannten.

 

© Dieter Steves

Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Beziehungen sind nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Zuwendung ist nicht abgesagt

Musik ist nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Hoffnung ist nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt...

Du bist eine Blume im Garten Gottes,
ein Stern an seinem Himmel, ein Weg in der Wüste,
ein Licht im Dunkeln, ein Gedanke Gottes.

Du bist Brot für die Hungernden,
Wasser für die Dürstenden,
Kritik für die Selbstsicheren,
Antwort für die Fragenden,
Halt für die Zweifelnden.

Du bist Mensch, von Gott gemacht,
von Gott gewollt,
du darfst sein, du selbst sein,
ganz Mensch sein.

Max Feigenwinter

Eine Frau aus der Kirchengemeinde mailte mir heute ein Trostwort zu, das bei unserem letzten Taizegottesdienst als Lied gesungen wurde. Der Text geht auf Teresa von Avila zurück und soll Sie in diesen Tagen begleiten: 

Nada te turbe, nada te espante, quien da Dios tiene, nada le falta.

Nada te turbe, nada te espante, sólo Dios basta.

Nichts beunruhige dich, nichts ängstige dich; wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt.

Jemand schrieb zum Beispiel, dass er in schwierigen Zeiten Trost und Ruhe in folgenden Worten von Dietrich Bonhoeffer fand:

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.