Der Engel in dir
freut sich über dein Licht
weint über deine Finsternis
Aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen
Er bewacht
deinen Weg
Lenk deinen Schritt
engelwärts

Rose Ausländer

Nichts tröstet mächtiger als die Gewissheit, mitten im Elend von der Liebe Gottes umfangen zu werden.

Johannes Calvin

 

 

Am Ende
Dieses langen Tages
Lieg ich ab
Bücher
Briefe
Akten
Schlüssel
Schuhe
Kleider
Und die Uhr

Am Ende
Dieses langen Tages
Liege ich auf Dich
Ängste
Sorgen
Mühen
Lust
Trauer
Sehnsucht
Und meine Schuld

Am Ende
Dieses langen Tages
Liege ich mich
Ganz und gar
Still und geborgen
Mein guter Gott
In Deinen 
Schutz und Frieden


Johannes Hansen

Die Stunde ist kostbar
Warte nicht auf eine gelegenere Zeit,
denn du bist nicht sicher,
dass du sie wieder haben wirst.

Katharina von Siena

Schweigen ist Gold
Viel Silber
Ist aber so gut
Wie ein wenig Gold
Etwas totreden
Ist dasselbe
Wie etwas totschweigen.


Erich Fried

Das Leiden ist nicht schwer, wenn einer das Ende seines Leidens absehen kann. Es denkt einer: Es ist böse Stunde, böser Tag, eine böse Woche, danach wird´s besser. Aber wenn man das Ende nicht sieht, so ist dann alles Leiden unerträglich und wenn es gleich nur eine Viertelstunde währet.

Martin Luther

Gott, 
segne unser Schweigen, wenn wir auf dich hören,
segne unser Reden, wenn wir dich bezeugen.
segne unser Handeln, wenn wir deinen Willen tun. 
Amen.

Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern
der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 

2. Timotheus 1, Vers 7 

8 Regeln für ein Telefongespräch mit Gott 
Eine kleine Anleitung zum Beten ... 

1. Achte auf die richtige Vorwahl. Wähle nicht gedankenlos und telefoniere einfach drauflos. 
2. Lass dich durch das Besetztzeichen nicht irritieren. Versuch es ein zweites Mal. Bist Du sicher, dass du die richtige Nummer gewählt hast? 
3. Ein Telefongespräch mit Gott ist kein Monolog. Rede nicht unablässig, sondern höre hin, was auf der anderen Seite gesagt wird. 
4. Prüfe bei Unterbrechungen, ob du nicht selbst in Gedanken den Kontakt gestört hast. 
5. Gewöhn dir nicht an, Gott nur über den Notruf anzurufen. 
6. Gott hat ein Handy. Er ist immer zu erreichen, wenn du ihn sprechen willst. 
7. Telefoniere mit Gott nicht nur zum Billigtarif, also am Wochenende. Auch sonst müsste regelmäßig ein kurzer Anruf möglich sein. 
8. Mach dir keine Gedanken, ob dein Telefonapparat modern genug ist. Gott freut sich immer über deinen Anruf. 

Was ist größer als Gott,
böser als der Teufel,
die Armen haben es,
die Reichen brauchen es,
und wenn man es isst, stirbt man? 

Antwort: Nichts

Der Jurist und Widerständler Justus Delbrück (mit der Familie Bonhoeffer befreundet bzw. verschwägert), der nach dem 20. Juli 1944 durch die Gestapo verhaftet wurde und schließlich im Oktober 1945 im sowjetischen Speziallager Nr. 6 im brandenburgischen Jamlitz verstarb, hatte in der Gefangenschaft seine Leidenszeit ins Gebet genommen und darin ihre Trostlosigkeit überwunden:

In den Tiefen, die kein Trost erreicht,
lass doch deine Treue mich erreichen.
In den Nächten, wo der Glaube weicht,
lass nicht deine Gnade von mir weichen.
Auf dem Weg, den keiner mit mir geht,
wenn zum Beten die Gedanken schwinden,
wenn mich kalt die Finsternis umweht,
wollest du in meiner Not mich finden.


Wenn die Seele wie ein irres Licht
flackert zwischen Werden und Vergehen,
wenn es mir an Trost und Rat gebricht,
wollest du an meiner Seite stehen.
Wenn ich deine Hand nicht fassen kann,
nimm die meine du in deine Hände,
nimm dich meiner Seele gnädig an,
führe mich zu einem guten Ende.

Der Fortschritt gegenüber dem Steinzeitknüppel besteht nicht in der Neutronenbombe, sondern im Senken des Knüppels.

Bibel
Bible=
Basic
Information
Before
Leaving
Earth

Gott,  segne uns mit Menschen, die von dir wissen,
segne uns mit Menschen, die dich erfahren haben.
segne uns mit Menschen, die dich bezeugen.
segne uns mit Menschen, die uns den Weg zu dir eröffnen.
Amen.

Du verwandelst meine Trauer in Freude.
Du verwandelst meine Ängste in Mut.
Du verwandelst meine Sorge in Zuversicht.
Guter Gott, du verwandelst mich.

Der erste Schritt

Alles beginnt mit einem ersten Schritt-
mit einem Wort nach langem Schweigen,
mit einem Lächeln inmitten dunkler Zeiten,
mit einer Antwort auf gebliebene Fragen,
mit einem Ja statt verweigerndem Trotz,
mit einem Strich auf einem leeren Blatt,
mit einem Wahrnehmen des Ignorierten,
mit einem Jetzt statt Irgendwann einmal.

Trauern ist wie ein großer Felsbrocken.
Wegrollen kann man ihn nicht.
Zuerst versucht man, nicht darunter zu ersticken,
dann hackt man ihn Stück für Stück kleiner.
Dem letzten Brocken schleift die Zeit seine scharfen Kanten rund.
Man steckt ihn in die Hosentasche und trägt ihn ein Leben lang mit sich herum.

Einmal brachte eine Mutter ihren Sohn zum Rabbi. Da fragte der Rabbi den Jungen: „Ich gebe dir einen Gulden, wenn du mir sagst, wo Gott wohnt“.

Er antwortete: „Und ich gebe dir zwei Gulden, wenn du mir sagen kannst, wo Gott nicht wohnt“.

Martin Buber

Wer bin ich?
Groß? Klein? Winzig!
Und doch verbunden
mit dem Kosmos.
Gesehen von dir. Ganz ich.
Deine Größe steckt mich an
und macht mich groß.

Reiner Knieling

Behüte, Gott, die ich dir anbefehle:
die Menschen, die ich liebe.
Die, um die ich mich sorge.
Die Menschen, die nicht mehr können.
Die, die wieder Licht sehen.
Halte sie und halte mich in dieser Zeit in deiner Hand.

Versuchen wir uns doch einmal entschieden auf die Seite des Positiven zu stellen, in jeder Sache.

Christian Morgenstern

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt, und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

Matthäus 7, 7.8

Jemand schrieb: In einem Lesekalender, den mir eine Freundin geschenkt hat, fand ich für heute den folgenden Text - irgendwie maßgeschneidert:

Gott segne das Dunkel, das du nicht verstehst, und lasse dich schauen Sein Licht.

Gott segne deine Schwäche und lasse dich erfahren Seine Kraft.

Gott segne deine Einsamkeit und lasse sie zur Gemeinschaft werden mit Ihm.

Gott segne deine Fragen und öffne dir Ohren und Herz, dass du Seine Antwort verstehst zu Seiner Zeit.

Gott segne die Ungewissheit und mache dich gewiss seiner Gegenwart.

Gott segne deine Hoffnung und lasse dich vertrauen, dass größer als deine Wünsche seine Liebe ist.

Gott segne deine schlaflosen Nächte und lasse den Glauben in dir wachsen, dass Er dich führt.

Wilma Klevinghaus

„Es ist alles umsonst“, sagt der Nihilist und verzweifelt.

„Es ist wirklich alles umsonst“, sagt der Glaubende und freut sich der Gnade, die es umsonst gibt, und hofft auf eine neue Welt, in der alles umsonst zu geben und zu haben ist.

(Jürgen Moltmann)

Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken.

(Dietrich Bonhoeffer)

Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie ein Vogel die Hand hinhalten.

(Hilde Domin)

Eine Kaffeestübchen-Besucherin, die zurzeit im Krankenhaus liegt, tröstet sich mit einem ägyptischen Sprichwort:

„Liebe und Geduld, das sind die Kamele, die uns durch die Wüste tragen“.

Sie hat dieses Wort in einem Fernsehgottesdienst vor Ostern gehört

„Ich wurde nicht gefragt bei meiner Geburt. Und die, die mich gebar, wurde auch nicht gefragt bei ihrer Geburt. Niemand wurde gefragt, außer dem einen. Und der sagte: „Ja.“

(Kurt Marti)

Der Glaube ist der Vogel, der schon singt, wenn die Nacht noch dunkel ist.

Ich wurde nicht gefragt bei meiner Geburt.
Und die, die mich gebar, wurde auch nicht gefragt bei ihrer Geburt.
Niemand wurde gefragt, außer dem einen.
Und der sagte: „Ja.“

Kurt Marti

Draußen ist Krieg,
und Du gibst mir Obdach.

Draußen ist Hunger,
und Du gibst mir zu Essen.

Draußen ist Krankheit,
und Du gibst mir Pflege.

Draußen ist Einsamkeit,
und Du gibst mir Nähe.

Draußen ist Geschrei,
und Du gibst mir Stille.

Bei Dir darf ich ausruhen,
mich in Deine wärmende Hand schmiegen,

doch wir beide wissen,
sobald ich wieder bei Kräften bin

werde ich, um es erneut zu versuchen,
wieder nach draußen gehen.

(Hubert Röser)

„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.“

Albert Schweitzer

Jesus sagt: „Sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Last hat.“

(Matthäus 6, 34)

Alle eure Sorge werft auf Gott; denn er sorgt für euch.

(1. Petrus 5, 7)

Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee, 
und dass du atmest, kein Entschluss von dir. 
Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee, 
und dass du atmest, sein Geschenk an dich. 
Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, 
ganz egal ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. 
Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. 
Du bist du... 

Jürgen Werth

Jesus, Freund der Armen.
Groß ist dein Erbarmen
mit der kranken Welt.
Herrscher gehen unter.

Träumer werden munter,
die dein Licht erhellt.
Und wenn ich ganz unten bin,
weiß ich dich auf meiner Seite,

Jesu, meine Freude.

Gerhard Schöne
zu singen nach dem Lied „Jesu meine Freude“, eg 396

Erinnerung ist eine Form der Begegnung.

Kahlil Gibran

Gott,
wer bin ich?
schwarz oder weiß?
Pharisäer oder Zöllner?
Beide streiten sie in mir.
Nichts ist: nur schwarz.
Oder: nur weiß.
Pharisäer und Zöllner, beide wohnen sie in mir,
und sprechen:
Sei mir gnädig.

Wer die Mitte des Lebens findet sieht das Ganze.

Die Menschen sind nicht weise, weil sie Erfahrungen machen,
sondern weil sie aus ihren Erfahrungen lernen.

Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft.

Albert Schweitzer

In einer Talkshow war Hape Kerkeling zu Gast.
Er erzählte von seinem berühmten Pilgerbuch und berichtete, eine Krankheit habe ihn auf die Spur gebracht.
Darum ging er den Jakobspilgerweg.
Und dann sagte er einen bemerkenswerten Satz:

Ich habe erlebt, dass Gott sich in einer Krise nicht abwendet, sondern zuwendet.

Eine Krise trennt uns nicht unbedingt von Gott. Sie kann uns Gott auch näher bringen.

Reichtum, Ansehen, alles kann man verlieren,
aber das Glück im eigenen Herzen kann nur verschleiert werden
und wird immer, so lange, wie du lebst, dich wieder glücklich machen.

Anne Frank

Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei,
und wenn mir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu.

Novalis

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
Gott gibt seinen Geist denen, die ihn darum bitten.

Stark genug
Der Engel des Herrn
Auch dir den Stein hinweg zu wälzen vom Ort
Da er begraben ist unter den Scherben deiner Hoffnungen!

Stark genug
Der Engel des Herrn
Den Todesschatten von deinem Antlitz zu nehmen
Zu lösen die Fessel unendlicher Trauer! 

Nur einen Atemzug weit weg das Grab
Nur einen Atemzug weit weg der Engel des Herrn!

Sabine Naegli

Dieser Spruch fiel mir zum globalen Netzstreik von Fridays für Future am heutigen Tag ein:

Wir wissen nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll, wissen wir genau.

Jemand schrieb folgendes:

"Vor vielen Jahren habe ich mit meinem Vater in der Marienkirche in Bergen (Norwegen) einen Zettel zum Mitnehmen gefunden, der folgenden Text trägt:

Wie Gott meine Not wendet, weiss ich nicht - doch dass er sie wendet, ist ganz gewiss. 

Dieser Spruch war für meinen Vater bis zu seinem Tod sein Leitspruch und ist es auch für mich."

 

Sei kein Kanal,
durch den das Wasser nur durchfließ.
Sei wie eine Brunnenschale, 
die zuerst das Wasser in sich sammelt 
und dann überfließend es weitergibt

Bernhard von Clairvaux zugesprochen

Ein Gemeindeglied schrieb: 
„Ein Trostgebet, hat mir meine Oma kurz vor ihrem Tod, während meiner Abi-Prüfungen mitgegeben. Es begleitet mich seitdem nicht nur zu Prüfungszeiten“

Gib mir Kraft für diesen Tag,
Herr, ich bitt' dich, nur für diesen -
das mir werde zugewiesen,
was ich heute brauchen mag!

Rudolf Lehmann-Filhes

Tu erst das Notwendige, 
dann das Mögliche, 
und plötzlich schaffst du das Unmögliche.

Franz von Assisi

Gott,
In mir ist Dunkel
Aber bei dir ist Licht.
Ich bin einsam
Aber du verlässt mich nicht.
Ich bin mutlos
Aber du hilfst mir.
Ich bin unruhig
Aber du schenkst mir Frieden.
In mir ist Bitterkeit
Aber bei dir ist Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht
Aber du weißt den Weg für mich.

Dietrich Bonhoeffer

Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann. 

Paul Gerhardt nach Psalm 37, 5

Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, 
so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt die große segnende Kraft Gottes gibt. 
Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen.
Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln – zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit. 

Martin Luther King

Ich trage deinen Namen, Herr, und bin doch namenlos. 
Verloren bin ich oft – kann ich gefunden werden?

Mag man die Massen auch statistisch fassen, aus Menschen Nummern machen. 
Du, Herr, rufst mich stets bei meinem

Gebet aus Asien

Es ist nicht unsere Aufgabe einander näher zu kommen, 
so wenig wie Sonne und Mond zueinanderkommen oder Meer und Land. 
Unser Ziel ist, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen und 
ehren zu lernen, was er ist: 
des andern Gegenstück und Ergänzung.

Hermann Hesse

Wir sind in das schöpferische Tun Gottes hineingetaucht.

Pierre Teilhard De Chardin

Das Leben ist tatsächlich voller Wunder.
Mehr noch: es ist wunderbar, und jeder,
der es nicht länger als selbstverständlich hinnimmt,
wird das sofort bestätigen

Anthony De Mello

Der Herr ist auferstanden! 
Er ist wahrhaftig auferstanden!

Gott
Nach Dir zu fragen trägt meilenweit 
An stille Strände
Nach dir zu fragen
Holt heraus aus Fesseln
Nach dir zu fragen
Zieht uns in den Sog
Der Liebe

Jesus Christus!
Wenn wir deinen Weg betrachten, dann sehen wir:
Da gibt es die, die jubeln und später „Kreuzige ihn!“ schreien.
Da gibt es die, die Geschäfte machen; notfalls auch im Tempel.
Da gibt es die, die diskutieren, aber keinen Finger krumm machen. 
Da gibt es die, die den Mantel nach dem Wind hängen. 
Da gibt es die, die den Mund voll nehmen und im Ernstfall verleugnen. Da gibt es die, die spotten und die Schwachen gefahrlos quälen.

Da gibt es die, die lügen und nachschreien, was man von ihnen verlangt.  
Nichts von alledem ist auch uns ganz fremd.

Aber da gibt es auch einen, der dir hilft, das Kreuz zu tragen.
Um diese Gnade bitten wir dich.

Hoffnung


Am Kreuz hat Jesus

seine Gottverlassenheit

an den Himmel geschrieen.


Das macht mir Mut,

Gott zu sagen, was mich quält.

Selbst wenn es seine Treue

infrage stellt.


Bin ich verlassen,

verlasse ich mich

auf ihn.

Wenn einer alleine träumt, ist es nur ein Traum.

Wenn viele gemeinsam träumen,

so ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.

(Helder Camara) 

Selig sind die sanft Mutigen;

sie werden das Land besitzen.

       (Leipzig, Herbst 1989)

"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann,

 den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

 und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden..."

Sei mutig und entschlossen!

Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken;

denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!

Die Bibel: Josua 1, 9 

Jemand sandte mir vor einigen Tagen dieses Trostwort zu:

Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt,
Klein wird dein letzter sein.
Den ersten gehen Vater und Mutter mit,
Den letzten gehst du allein.

Sei´s um ein Jahr, dann gehst du, Kind,
Viel Schritte unbewacht,
Wer weiß, was das dann für Schritte sind
Im Licht und in der Nacht?

Geh kühnen Schritt, tu tapferen Tritt,
Groß ist die Welt und dein.
Wir werden, mein Kind, nach dem letzten Schritt
Wieder beisammen sein.

(Albert Goes 1908-2000)

Wir können Orte schaffen helfen,

von denen der helle Schein der Hoffnung

in die Dunkelheit der Erde fällt.

Pastor Friedrich von Bodelschwingh

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft

Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst

Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht

Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz

Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung

Es ist was es ist
sagt die Liebe

Erich Fried

gehalten, gefangen, gebannt
von dem Zauber
zu leben
mit den Augen zu sehen
den Ohren zu hören
den Händen zu tasten
der Nase zu riechen
der Zunge zu schmecken
um zu erahnen
wie Leben ist
sein kann
gefangen, gebannt, gehalten.

Oft kann ein Blick, ein Lächeln oder eine Berührung

so viel "Ungesagtes" sagen.

Diese Dinge sind so klein und doch so groß,

weil sie einen Menschen glücklich machen können.

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen.

Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen,
wenn du fällst, und dich
aus der Schlinge zu ziehen.

Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.

Wir suchen den Zeitpunkt nicht aus,

zu dem wir die Welt betreten,

aber gestalten können wir sie.

Gioconda Belli

Nichts ist gleichgültig.

Ich bin nicht gleichgültig.

Es bleibt nichts vergessen.

Wir kommen aus Licht und wir gehen in Licht.

Wir sind geliebter, als wir wissen.

Helmut Gollwitzer

Ich komm – weiß nit woher.
Ich geh – weiß nit, wohin.
Mich wundert, dass ich fröhlich bin

Martinus von Biberach 

Ich komm – weiß wohl, woher.
Ich geh – weiß wohl, wohin.
Mich wundert, dass ich traurig bin.

Martin Luther

Wer im Schutz des Höchsten wohnt und ruht im Schatten des Allmächtigen, der sagt zum Herrn:

Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue.

aus Psalm 91

Die Nacht, in der das Fürchten wohnt,
hat auch die Sterne und den Mond

Mascha Kaleko

In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tags
und in ihrer dunklen Erde blüht die Hoffnung

Sybille Fritsch-Oppermann

Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Weite, Herr, erbarme dich.  

Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Stärke, Herr, erbarme dich.  

Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Wärme, Herr, erbarme dich.  

Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Heimat, Herr, erbarme dich.

Eugen Eckert

Was uns begegnet auf unserem Weg –
wir wissen es nicht. 

Wen wir vielleicht treffen
im Fortgang des Lebens, ist noch unbekannt.

Ob der Weg gut weitergeht
oder beschwerlich wird –
auch das kann noch niemand uns sagen.

Nur dass wir jeden Schritt gehen können
mit dem Vertrauen:
der Boden trägt
und der Himmel bleibt offen –
selbst wenn ab und zu Wolken sich zeigen –
das scheint verlässlich.

Drum: gehen wir gelassen weiter
mit dem, was gewiss ist,
und dem, was ungewiss bleibt;
halten immer mal inne und machen Rast,
um wieder Kräfte zu sammeln.

Am Abend wissen wir schon mehr,
als wir in der Frühe wissen konnten.
Und dann dürfen wir hoffen:
morgen ist ein neuer Tag –
unter derselben Sonne,
mit frischer Kraft
und dem Reiz des Unbekannten.

 

© Dieter Steves

Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Beziehungen sind nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Zuwendung ist nicht abgesagt

Musik ist nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Hoffnung ist nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt...

Du bist eine Blume im Garten Gottes,
ein Stern an seinem Himmel, ein Weg in der Wüste,
ein Licht im Dunkeln, ein Gedanke Gottes.

Du bist Brot für die Hungernden,
Wasser für die Dürstenden,
Kritik für die Selbstsicheren,
Antwort für die Fragenden,
Halt für die Zweifelnden.

Du bist Mensch, von Gott gemacht,
von Gott gewollt,
du darfst sein, du selbst sein,
ganz Mensch sein.

Max Feigenwinter

Eine Frau aus der Kirchengemeinde mailte mir heute ein Trostwort zu, das bei unserem letzten Taizegottesdienst als Lied gesungen wurde. Der Text geht auf Teresa von Avila zurück und soll Sie in diesen Tagen begleiten: 

Nada te turbe, nada te espante, quien da Dios tiene, nada le falta.

Nada te turbe, nada te espante, sólo Dios basta.

Nichts beunruhige dich, nichts ängstige dich; wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt.

Jemand schrieb zum Beispiel, dass er in schwierigen Zeiten Trost und Ruhe in folgenden Worten von Dietrich Bonhoeffer fand:

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.