Keine Rechtfertigung für Gewalt in Deutschland

Präses angesichts der Eskalation im Nahen Osten „tief besorgt“ - Keinerlei Rechtfertigung für Gewalt in Deutschland

„Erschrocken und tief besorgt“ zeigt sich der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Dr. Thorsten Latzel in einer Presseerklärung des Landeskirchenamtes vom 12. Mai 2021 angesichts der Eskalation der Gewalt in Israel und in den palästinensischen Gebieten. „Ich hoffe, dass beide Konfliktseiten zur Befriedung der Situation beitragen. Unsere Fürbitten gelten dabei besonders allen Verletzten, den Angehörigen von Opfern und allen Menschen, die durch die Raketenangriffe betroffen sind.“

Auf das Schärfste verurteilt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland zugleich die Anschläge gegen Synagogen, jüdische Einrichtungen und Mahnmale in Bonn, Münster, Düsseldorf und an anderen Orten. „Es gibt keinerlei Rechtfertigung für solche Gewalt und ich möchte allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens meine tiefe Solidarität angesichts solcher Übergriffe aussprechen.“

„Die Gefahr antisemitischer Anschläge ist in Deutschland mehr als real“, warnt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph mit Blick auf erste Meldungen von Sachbeschädigungen und verbrannten Israel-Fahnen. Immer wieder klagten jüdische Gesprächspartner im Rheinland, dass sie als Deutsche für die Politik der israelischen Regierung verantwortlich gemacht würden. Wenn Menschen die Situation in Israel und Palästina zum Anlass nähmen, in deutschen Städten Gewalttaten zu verüben, „dann sind sie irregeleitet, aber hochgradig gefährlich“, so die Oberkirchenrätin.

(aus einer Presseerklärung der EKiR vom 12.05.2021)

Das Presbyterium unserer Kirchengemeinde hat vor einigen Jahren ein Bekenntnis formuliert, auf das wir aus aktuellem Anlass hier nochmals hinweisen.