Pfingsten – Gottes Geist setzt in Bewegung

Da wir in der Versöhnungskirche und im Kindergarten zurzeit keine Minikirche feiern können, habe ich Euch eine Minikirche für Zuhause zusammengestellt, die ihr gut mit Euren Eltern feiern könnt. 

Bevor die Minikirche zu Hause beginnt
Sucht euch einen schönen Platz, wo ihr feiern wollt. Deckt einen kleinen Tisch an der Wand mit einem Tuch und einer Kerze. 
Für das Windrad, was ihr bastelt benötigt ihr:

  • ein quadratisches Stück Papier oder leichten Karton
  • Draht
  • einen Stock oder Holzstab
  • 2 Perlen
  • eine Schere
  • eine dicke Nadel

1. Läutet ein kleines Glöckchen

Der Gottesdienst zu Hause beginnt. Entzündet die Kerze.

2. Singt ein Lied (zum Beispiel)

Halli,
hallo, 
schön, dass Du da bist, 
Mensch was bin ich froh. 
Gott lädt uns alle ein, 
hier sein Gast zu sein. 
Komm´ nimm dir noch ´nen Stuhl
und setz dich auch dazu.

Oder ein anderes Lied

3. Einer spricht

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Heute erinnern wir uns daran, dass Gottes guter Geist uns tröstet, stärkt und Freude schenkt – jeden Tag neu.

4. Vorbereitung der Pfingstgeschichte 
Überlegt euch Geräusche oder Bewegungen für folgende Worte:

WIND (z.B. laut pusten)

FEUER (z. B. die Arme nach oben auseinanderstrecken und die Finger wie   Feuerflammen bewegen)

STAUNEN (z.B. „Boah“, „Oooh“)

JUBELN / HURRA („Hurra“-Rufe)

Habt ihr euch alles gut überlegt? Na, dann könnt ihr bei der nun folgenden Pfingstgeschichte prima mitmachen. Immer wenn das Wort WIND oder FEUER oder STAUNEN oder JUBEL / HURRA genannt wird, dann unterstützt ihr das Erzählte mit den entsprechenden Geräuschen oder Bewegungen. Und los geht es:

5. Einer liest langsam die Pfingstgeschichte

Dies ist die Geschichte von Pfingsten, die Geschichte mit dem WIND, dem FEUER, dem STAUNEN, dem freudigen JUBELN („HURRA“).  

50 Tage nach Ostern wurde in Jerusalem ein großes Fest gefeiert. Die Menschen dachten an den Bund, den Gott einst mit ihren Vorfahren am Berg Sinai geschlossen hatte. Aus vielen Ländern zogen die Menschen nach Jerusalem zum Tempel, um dort zu feiern. Die ganze Stadt war für mehrere Tage voll mit Menschen. Überall hörte man das Gemurmel der Menschen in verschiedenen Sprachen.

Auch die Jünger Jesu, die Freunde Jesu waren in der Stadt Jerusalem. Sie trafen sich regelmäßig in einem Haus, um dort in aller Stille zu beten, leise zu singen und sich zu erzählen, was sie mit Jesus erlebt hatten. Die Jünger mischten sich nur ungern unter die Menschen. Ein bisschen Angst hatten sie, dass man sie als Freunde Jesu erkennen würde. Wer weiß, ob nicht jemand auf die Idee käme und sie gefangen nähme, so wie man Jesus ja auch gefangen genommen hatte.
Eines Morgens waren die Jünger wieder in dem Haus beieinander. Sie saßen in einem großen Kreis.
Aber plötzlich – was war das? Es brauste, als ob ein Sturm losgebrochen sei. Es klang wie ein starker WIND, aber da war kein WIND. Die Blätter an den Bäumen bewegten sich nicht, aber es brauste laut. (Macht noch einmal das Geräusch für WIND).
Die Jünger im Haus wurden von diesem Brausen ergriffen. Sie spürten Gottes Geist, Gottes Kraft auf einmal in sich. Sie blieben nicht ruhig sitzen. Sie standen auf. Erfüllt von dieser Kraft verloren sie ihre Angst. Sie öffneten die Tür des Hauses und rannten auf die Straße. 
Sie fingen an zu lachen. Sie tanzten. Sie jubelten fröhlich (HURRA).
Auch die Menschen auf den Straßen von Jerusalem, die auf dem Weg zum Tempel waren, hörten das Brausen, das so klang wie der WIND
Sie erblickten die Jünger, die da tanzten und jubelten (HURRA). 
Einige sagten: „Die sind ja vollkommen betrunken, so wie die sich aufführen.“

Aber da war noch etwas: Auf den Köpfen der Jünger, da war es irgendwie hell. Das sah aus wie FEUER, aber das war kein FEUER. Über den Köpfen leuchtete es wie FEUER, aber es verbrannte die Jünger nicht. 
Einige, die das sahen, staunten (STAUNEN). Sie rieben sich die Augen oder zwickten sich in den Arm, weil sie dachten, sie würden träumen.
Die Jünger sangen und jubelten (HURRA). Sie riefen: „Gott erfüllt uns mit seinem Geist. Das schenkt uns Kraft für unser Leben.“
Immer mehr Menschen sammelten sich um die Jünger herum und staunten (STAUNEN). 
So etwas hatten Sie noch nie erlebt: Erst dieses Geräusch vom WIND, dann dieses Helle, was aussah wie FEUER. Aber besonders staunten (STAUNEN) sie darüber, dass sie verstanden, was die Jünger sagten. Sie waren ja aus ganz verschiedenen Ländern in die Stadt Jerusalem gereist. Manche von so weit her, dass sie eine ganz andere Sprache sprachen, als die Menschen in Israel.
Und dennoch: Alle konnten die Jünger verstehen. Ob das etwas mit der Kraft Gottes, dem Geist Gottes zu tun hatte? 
Sicher! Wie war es denn sonst möglich?
Nun erhob Petrus seine Hände und gab den Menschen das Zeichen ganz still zu sein. Dann öffnete er den Mund und sprach:
„Liebe Menschen, ich weiß, dass manche von Euch meinen, wir seien betrunken. Es ist ja auch eigenartig, dass wir auf der Straße tanzen und jubeln (HURRA) und lachen und uns so stark freuen.
Wir haben aber nichts getrunken. Wir freuen uns über Gott. Durch Jesus hat er uns Menschen gezeigt, wie wir leben sollen. Jesus sagte uns, dass wir uns um andere Menschen kümmern und uns den Armen zuwenden sollen. Er sagte auch, dass Gott alle Menschen liebt, auch wenn sie sich oft nicht so verhalten, dass es Gott froh macht.
Die Botschaft Jesu, dass Menschen sich oft nicht richtig verhalten, die wollte natürlich keiner so gerne hören. Darum hat man Jesus am Kreuz umgebracht. Aber Jesus kann man nicht mundtot machen. Gott hat ihn an Ostern auferweckt und jetzt lebt er wieder. Heute empfangen wir alle seinen Geist, damit auch wir die frohe Botschaft weitererzählen. Freut euch, jubelt (HURRA) Gott hat euch lieb.“
Als die Menschen die schöne Rede von Petrus hörten wurden sie froh und jubelten („HURRA“). Das Erlebnis von Pfingsten brachte sie in Schwung.
Viele von Ihnen ließen sich taufen. Damit gehörten sie alle zu den Freunden Jesu.

Das war die Geschichte von Pfingsten, die Geschichte mit dem WIND, dem FEUER, dem STAUNEN, dem freudigen Jubeln HURRA
Das war die Geschichte vom Pfingstfest, die davon erzählt, dass Gott uns durch seinen heiligen Geist ganz nah ist. Das ist schön. Gott ist da, wo wir Menschen leben…


6. Wir singen ein Lied (zum Beispiel)

Du bist da, wo Menschen leben. Du bist da, wo Leben ist.
Du bist da, wo Menschen leben. Du bist da, wo Leben ist.

Du bist da, wo Menschen lieben. Du bist da, wo Liebe ist.
Du bist da, wo Menschen lieben. Du bist da, wo Liebe ist.

Du bist da, wo Menschen hoffen. Du bist da, wo Hoffnung ist.
Du bist da, wo Menschen hoffen. Du bist da, wo Hoffnung ist.

Halleluja, halleluja, halleluja, halleluja.
Halleluja, halleluja, halleluja, halleluja.


7. Wir basteln ein Windrad
Den Geist Gottes kann man nicht sehen aber man kann sehen wie er wirkt. So wie man den Wind selbst nicht sehen kann. Aber man kann beim Wind sehen, wie er die Bäume bewegt oder uns um die Nase weht, oder einen Drachen am Himmel hält. Wir wollen ein Windrad basteln… (Anleitung)

8. Wenn alle fertig sind, schaut euch Euer Windrad an
Schön habt ihr das Windrad gebastelt. Wenn ihr jetzt kräftig pustet, so dreht sich das Windrad. 
Man kann den Wind nicht sehen, aber man kann sehen, wie er das Windrad in Schwung und Bewegung setzt. So ist das auch mit dem Geist Gottes. Sehen kann man ihn nicht, aber spüren kann man es manchmal, dass Gott da ist.

9. Singt ein Lied (zum Beispiel)

Laudato si, o mi signore, laudato si, o mi signore, 
laudato si, o mi signore, laudato si, o mi signor.

Sei gepriesen, du selbst bist Mensch geworden! Sei gepriesen für Jesus, unsern Bruder!
Sei gepriesen, wir tragen seinen Namen! Sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr!

Sei gepriesen, er hat zu uns gesprochen! Sei gepriesen, er ist für uns gestorben!
Sei gepriesen, er ist vom Tod erstanden! Sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr!

Sei gepriesen, o Herr, für Tod und Leben! Sei gepriesen, du öffnest uns die Zukunft!
Sei gepriesen, in Ewigkeit gepriesen! Sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr!

10. Sprecht ein Gebet und faltet die Hände dabei

Viele Menschen sind traurig und bedrückt. Viele haben Kummer und weinen.
Schenke allen den Geist des Trostes und der Freude.

Viele Menschen denken nur an sich und versuchen, alles an sich zu reißen.
Schenke allen den Geist der Liebe und Geschwisterlichkeit.

Viele Menschen verstehen sich nicht und laufen aneinander vorbei.
Schenke allen den Geist der Verständigung.

Viele Menschen haben Angst oder sind mutlos.
Sie verkriechen sich und wissen nicht, was sie tun sollen.
Schenke allen den Geist der Hoffnung und der Stärke.


11. Betet das Vaterunser miteinander 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

12. Segnet einander

Ihr könnt die Hand auf den Kopf des/der anderen legen: „Gottes guter Geist sei mit Dir, Mama….“

13. Kennt Ihr vielleicht noch ein Lied, was ihr singen wollt?...


Zum Beispiel:

Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir und über dir.
Ja, er hat es versprochen, hat nie sein Wort gebrochen:
„Glaube mir, ich bin bei dir!“
Immer und überall, immer und überall immer bin ich da!
Immer und überall, immer und überall immer bin ich da!

oder

Du, Herr, gabst uns dein festes Wort.
Gib uns allen deinen Geist!
Du gehst nie wieder von uns fort.
Gib uns allen deinen Geist!

Bleibe bei uns alle Tage bis ans Ziel der Welt.
Gib uns allen deinen Geist!
Gib das Leben, das im Glauben die Gemeinde hält.
Gib uns allen deinen Geist!

Du, Herr, gabst uns dein festes Wort.
Gib uns allen deinen Geist!
Du gehst nie wieder von uns fort.
Gib uns allen deinen Geist!

Dann pustet die Kerze wieder aus.

Ich wünsche Euch eine schöne Minikirche

Euer
Herr Schmidt