Die Ev. KiTa „Guck doch“ in Duisburg-Rahm stellt sich vor

Die evangelische integrative Kindertageseinrichtung in Duisburg-Rahm „Guck doch“ ist eine zweigruppige Einrichtung, die vierzig Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung pädagogisch fördert, bildet und begleitet. Die Kinder werden in zwei Gruppen, der Sonnenstrahlengruppe und der Tautropfengruppe, betreut. Die Sonnenstrahlengruppe besuchen fünfzehn Kinder, davon fünf Kinder mit Behinderung. In den letzten Jahren fand ein Schwerpunkt bei der Förderung von Kindern mit Trisomie 21 sowie Kindern mit Autismus-Spektrum statt. Des Weiteren werden auch regelmäßig Kinder mit emotionalen/sozialen Entwicklungsverzögerungen und Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen aufgenommen.

Die Einrichtung ist behindertengerecht ausgebaut, so dass sich jedes Kind überall frei und selbstständig bewegen kann. Die pädagogische Arbeit im Team ist geprägt durch unser christliches Menschenbild. Auf die Frage: „Was ist Dir/ Ihnen wichtig, wenn Du/Sie an unsere Kindertageseinrichtung denkst?“ haben sowohl Eltern, Mitarbeiter und Kinder geantwortet: - Es ist nichts Besonderes, das alle verschieden sind. - Jedes Kind darf so sein, wie es ist. - Jeder wird da abgeholt, wo er in seiner Entwicklung gerade steht. - Jedes Kind macht das, was ihm möglich ist. Das Miteinanderumgehen in aller Verschiedenheit - trotz verschiedener Begabungen, verschiedener Ausdrucksmöglichkeiten und verschiedener Einschränkungen ist selbstverständlich. Es ist normal, verschieden zu sein.   

Inklusion heißt für das Team der Kita, dass Menschen sich auf Begegnungen einlassen, wo sie Zeit und Raum ?nden, sich aneinander zu gewöhnen, wo sie lernen, miteinander umzugehen, zu kommunizieren, wo sie gegenseitige Akzeptanz üben können. Wo das Kennenlernen verschiedenster Lebens- und Ausdrucksformen im geschützten Raum möglich ist, wo Ungewöhnliches vorkommen darf.

Die Kinder geben ihren Teil dazu: Oft gehen sie fröhlich auf andere zu, sie mustern sie nicht von oben bis unten. Sie sind unbefangen und der selbstverständliche, rücksichtsvolle, weder verächtliche noch mitleidige Umgang, der dabei zwischen behinderten und nichtbehinderten Kindern herrscht, schafft eine Wohlfühl-Atmosphäre.   Der pädagogische Schwerpunkt der Einrichtung ist geprägt durch die pädagogischen Mitarbeitenden und ihre fachlichen, insbesondere auch heilpädagogischen Kompetenzen, die sie tagtäglich in die Arbeit mit den Kindern einbringen. Ein wichtiges Element in der Arbeit der Kita ist der TEACCHAnsatz (Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children, dt.: Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder). Dieser meint vor allem die Strukturierung und Visualisierung des Alltags in der Kita.

Alle Räume/Spielbereiche sind mit Fotos gekennzeichnet, damit die Kinder sich orientieren können. An den individuellen Bereichen der Kinder, wie z. B. Garderobe, Handtuchhaken, Zahnputzbecher und Eigentumsschublade sind Fotos vom jeweiligen Kind angebracht. Die Kinder organisieren ihr Tun anhand dieser Fotos selbstständig und entscheiden, wo und wann sie spielen und lernen wollen.  

Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit: - der familienergänzende Erziehungsauftrag nach und mit christlichen Glaubenselementen und dem Kirchenjahr folgend: So ?nden regelmäßig Gottesdienste in der Kita und Großelternnachmittage statt - der situationsorientierte Ansatz (kindorientierte Projekte) und die damit einhergehende räumliche Anpassung (die Umgestaltung des Waschraumes zum Kreativraum) - der teiloffene Ansatz: Die Kinder können den Flurbereich, den Mehrzweckraum und das Außengelände gruppenübergreifend als freie Spielräume nutzen -  die gruppenübergreifende Projektarbeit: Im Herbst wurde das Thema Spinnen mit allen Kindern bearbeitet. Dabei unterstützte eine Kindergartenmutter, die Biologin ist, sehr kompetent - Bewegungs- und Gesundheitserziehung: Das Team der Kita geht bei Wind und Wetter mit den Kindern raus, auch in den fußläu?g zu erreichenden Wald, damit die Kinder vielfältige Natur- und Umwelterfahrungen aus „erster Hand“ machen können

Die Kita „Guck doch“ besitzt einen eigenen Therapieraum und arbeitet interdisziplinär mit einem Therapeutenteam, welches sich aus Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten des Therapiezentrums KITZ in Düsseldorf-Einbrungen zusammensetzt. Sie versorgen die integrativen Kinder während des normalen Kindergartenalltags mit Fördereinheiten in der Kita. Darüber hinaus werden auch alle anderen Kinder, bei denen sich eine Notwendigkeit herausstellt, per Rezeptverordnung mit Therapieeinheiten versorgt. Es besteht eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern, Team und Therapeuten. Partizipation hat dabei seit jeher einen großen Stellenwert in der Kita. Zurzeit wird intensiv an dem Thema „Partizipation und Beschwerdemanagement von Kindern“ gearbeitet. Das größte Anliegen im Alltag mit den ihnen anvertrauten Kindern und Eltern ist es, stets ein offenes Ohr und Auge für ihre Bedürfnisse zu haben.

Unser herzliches Dankeschön gilt dem engagierten Team unter Leitung von Elisabeth Rogge und ihren Mitarbeiterinnen Rita Dorbert, Elena Hiller-Bolgert, Julia Hofmann, Sandra Issel-Domberg sowie Mirjam Rohde.