Du hast uns Deine Welt geschenkt – Gottes Schöpfung

Diese Minikirche könnt ihr Zuhause mit Euren Eltern feiern. 

Bevor die Minikirche beginnt: 
Sucht euch einen schönen Platz, wo ihr feiern wollt. Deckt einen kleinen Tisch an der Wand mit einem Tuch und einer Kerze. 
Ihr benötigt außerdem 4 Blatt Papier DIN A 4 und wenn ihr wollt ein paar Buntstifte

1. Läutet ein kleines Glöckchen: Der Gottesdienst zu Hause beginnt. Entzündet die Kerze.

2. Singt ein Lied (zum Beispiel): 
Einfach Spitze, dass Du da bist. Einfach Spitze, komm wir loben Gott den Herrn :I  
Einfach Spitze, lasst uns klatschen…
Einfach Spitze, lasst uns stampfen…
Einfach Spitze, lasst uns schnipsen…

3. Einer spricht: Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 

4. Wir loben Gott für seine Schöpfung
Jemand liest das Gebet und alle sprechen miteinander den Kehrvers: 
„Wir loben dich, Gott, Halleluja“.

Du, Gott lässt frisches Wasser aus den Quellen sprudeln. Alles, was lebt, kann seinen Durst stillen: Die Tiere des Feldes, das Wild, die Vögel.
„Wir loben dich, Gott, Halleluja“.

Du, Gott, lässt es regnen. Früchte, Gras und Getreide können wachsen. Tiere und Menschen haben zu essen und können sich daran freuen.
„Wir loben dich, Gott, Halleluja“.

Du hast die Sonne und den Mond gemacht,
Tag und Nacht und den Jahreslauf eingeteilt.
Alles, was lebt, hat seinen Rhythmus. Wir sind tagsüber munter und ruhen in der Nacht.
„Wir loben dich, Gott, Halleluja“.

Von dir, Gott, kommt das Lebendige! Du machst alles neu! Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich, der Herr freue sich seiner Werke!
„Wir loben dich, Gott, Halleluja“.
Amen.

5. Wir singen ein Lied (zum Beispiel):
 
Du hast uns deine Welt geschenkt: den Himmel, die Erde.
Du hast uns deine Welt geschenkt: Gott wir danken Dir.
2. die Länder - die Meere
3. die Berge - die Täler
4. die Blumen - die Bäume
5. die Sonne - die Sterne
6. die Vögel - die Fische
7. die Tiere - die Menschen
8. Du hast uns deine Welt geschenkt: Du gabst mir das Leben.
Du hast mich in die Welt gestellt. Gott, ich danke Dir.

6. Einer liest die Geschichte: Gott erschafft die Welt
Ganz am Anfang der Bibel wird erzählt, dass unsere Erde, die Sonne, der Mond und die Sterne von Gott kommen. Auch alles, was lebt, die Pflanzen, die Tiere und die Menschen kommen von Gott. 
Die Menschen, die vor langer, langer Zeit diese Geschichte aufgeschrieben haben, wussten nicht, wie die Welt entstanden ist; denn als die Welt erschaffen wurde, da waren wir Menschen ja noch gar nicht da. Aber sie glaubten fest, wie auch wir, dass alles nicht einfach zufällig entstanden ist, sondern von Gott erschaffen wurde.

Sie erzählten so:
Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. 
Noch war die Erde öde und ohne Leben. Das Wasser bedeckte das Land und es war überall stockdunkel.

Am ersten Tag sprach Gott: „Es werde Licht!“ 
Und es geschah, wie Gott gesagt hatte: das Licht war da. Über der Erde wurde es ganz hell. Und Gott nannte das Licht „Tag“ und die Dunkelheit nannte er „Nacht“.
Und es war gut. Sehr gut.


Am zweiten Tag sprach Gott: „Über der Erde soll ein Himmel sein!“ 
Und es geschah, wie Gott gesagt hatte: Ein blauer Himmel leuchtete über der Erde. Weiße Wolken zogen am Himmel dahin. Und es war gut. Sehr gut

Am dritten Tag sprach Gott: „Das Wasser auf der Erde soll sich sammeln, damit das Land sichtbar wird!“ 
Und es geschah, wie Gott gesagt hatte: Das Wasser floss zusammen und das Land wurde trocken. Und Gott nannte das Trockene „Land“ und das Wasser „Meer“.
Gott ließ auf dem trockenen Land alles wachsen, Gras, Sträucher und Bäume, bunte Blumen und Moos. Und es war gut. Sehr gut.

Am vierten Tag sprach Gott: „Am Himmel sollen Lichter sein! Sie sollen die Zeiten bestimmen: Tage und Feste und Jahre.“ 
Und es geschah, wie Gott gesagt hatte. Die Sonne ging morgens auf und schien warm auf die Erde und abends stand der Mond am Himmel und leuchtete hell. Viele Sterne funkelten in der dunklen Nacht. Und es war gut. Sehr gut.

Am fünften Tag sprach Gott: „Im Wasser sollen Fische leben und Vögel in der Luft!“ Und es geschah, wie Gott gesagt hatte. Es entstanden Delphine und Wale, Heringe und viele andere Tiere. (Welche Wassertiere fallen Dir noch ein?)
Und die Vögel entstanden auch. Der Adler und die Taube, die Schwalben und der kleine Spatz. Sie flogen am Himmel. Und es war gut. Sehr gut.

Am sechsten Tag sprach Gott: „Auf der Erde soll sich Leben regen!“ 
Und es geschah, wie Gott gesagt hatte. Gott schuf die Tiere, die auf dem Land leben, große und kleine, riesige und winzige, flinke und langsame Tiere. 
Und dann schuf Gott den Menschen, Mann und Frau. Und Gott sagte zu den Menschen: „Vermehrt euch und breitet euch aus über die Erde! Ich setze euch über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere. Ich vertraue sie eurer Fürsorge an.“ 
Am Ende dieses Tages schaute Gott auf das, was er geschaffen hatte. Er schaute auf den Himmel mit Sonne, Mond und den vielen Sternen. Er schaute auf die Erde mit den hohen Bergen und tiefen Meeren. Er sah die vielen Pflanzen und die schönen Tiere und die Menschen. Er sah alles in seiner Fülle und Pracht. 
Ja, so war alles sehr gut! Alles, was in dieser Welt ist, kommt von Gott.
Und es war gut. Sehr gut.

Am siebten Tag ruhte Gott. Er sagte: „Ich habe alles vollendet. Auch die Menschen sollen einen Tag haben um den Alltag zu durchbrechen und zur Ruhe zu kommen. An diesem Tag sollen sie sich an der schönen Welt freuen und mich, der ich alles geschaffen habe loben.“

Das ist die Geschichte vom Anfang. Es ist eine sehr alte Geschichte. Damals als die Menschen ihre Erfahrungen mit Gott erzählten und aufschrieben, wussten sie nichts vom Urknall oder von Dinosauriern. Und doch haben sie schon sehr genau erkannt, dass sich eins aus dem anderen entwickelt und Gott alles gut gemacht hat. Sehr gut!

7. Wir singen ein Lied (zum Beispiel):
Laudato si, o mi signore, laudato si, o mi signore,
laudato si, o mi signore, laudato si, o mi signor.
Sei gepriesen, du hast die Welt geschaffen, sei gepriesen für Sonne, Mond und Sterne, sei gepriesen für Meer und Kontinente, sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr!

Sei gepriesen für Licht und Dunkelheiten! Sei gepriesen für Nächte und für Tage!
Sei gepriesen für Jahre und Gezeiten! Sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr!

Sei gepriesen für Wolken, Wind und Regen! Sei gepriesen, du lässt die Quellen springen!
Sei gepriesen, du lässt die Felder reifen! Sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr!

8. Die wunderbare Schöpfung entdecken. Wir basteln eine „Kamera“: 
Wir basteln nun aus den vier Papierblättern eine Kamera. Vielleicht helfen Eure Eltern euch ein klein wenig. Schaue dir hier das pdf-Dokument „Bastelanleitung Kamera“an und bastel dir danach deine Kamera.

Wenn ihr heute im Laufe des Tages mit euren Eltern draußen spazieren geht, dann achtet einmal darauf, wie schön die Natur ist und wofür wir dankbar sein können. Vielleicht schaut ihr euch die bunten Blätter an den Bäumen an oder einen kleinen Käfer, der eifrig läuft. Oder es fällt euch die grün-gelb-rote Schale eines Apfels oder die glänzende Kastanie oder eine schöne Landschaft auf.
Wenn Euch etwas besonders gefällt, dann „fotografiert“ das doch mit eurer Kamera. Ihr könnt es vielleicht auch mit Hilfe eurer Eltern mit dem Smartphone aufnehmen und an karlundalbert@ekgr.de schicken. Unser Redaktionskreis wird dann eure Fotos von Gottes guter Schöpfung auf die Homepage stellen. 

9. Singt ein Lied (zum Beispiel): 
La, la, la, la, la, la, la, la, lei, la, la, la, la, la, la, la, la, lei.
Dank für die Sonne, Dank für den Wind, Dank für die Menschen, die um mich sind.
Dank für die Tage, Dank für die Nacht, Dank auch für jeden, der für mich wacht.

La, la, la, ...
Dank für das Wasser, Dank für den Fisch, Dank für die Speise auf meinem Tisch.
Dank für das Lächeln, Dank für den Gruß, Dank für die Liebe und jeden Kuss.

La, la, la, ....
Dank für die Freunde, die mit mir gehn, und Dank für alle, die mich verstehn.
Dank in der Freude, Dank in der Not, Dank sei für alles dir, o mein Gott. 
La, la, la, ...

10. Sprecht ein Gebet und faltet die Hände dabei: 
Lieber Gott, wie schön ist doch die Natur. Wir sehen die Sonne, den Mond und die Sterne. Du hast alles sehr gut gemacht. Wir freuen uns über die Tiere und Pflanzen. Auch wir sind einmalig. 
Wir danken Dir dafür.
Wir danken Dir für das Essen, Trinken, Kleidung, unsere Eltern und ein Zuhause. Alles, was wir zum Leben brauchen ist da.
Wir denken an die Menschen, bei denen das nicht so ist. Vielleicht können wir etwas abgeben, so dass es für alle reicht.
Begleite du uns heute und alle Tage.
Danke, dass Du uns liebst.
  
11. Betet das Vaterunser miteinander 
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

12. Segnet einander: Ihr könnt die Hand auf den Kopf des/der anderen legen: „Gottes Segen sei mit Dir, Mama….“

13. Kennt Ihr vielleicht noch ein Lied, was ihr singen wollt?...
Zum Beispiel: „Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir und über dir.
Ja, er hat es versprochen, hat nie sein Wort gebrochen:
„Glaube mir, ich bin bei dir!“
Immer und überall, immer und überall immer bin ich da!
Immer und überall, immer und überall immer bin ich da!“

Dann pustet die Kerze wieder aus.

Ich bin gespannt, was ihr heute noch „fotografiert“. (Siehe Punkt 8)

Euer

Herr Schmidt